Hoffnungskirche positioniert sich gegen Brandanschläge auf Bielefelder Moscheen

„Man darf unmöglich schweigen“, sagte Ursula Götting von der Gemeindeleitung der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde (Hoffnungskirche), als sie die Berichte über die Brandanschläge auf Bielefelder Moscheen las. „Wir sollten ein Zeichen setzen.“ In Erinnerung an Martin Niemöller verfasste sie deshalb eine Erklärung, in der die gemeine Tat verurteilt und alle Bielefelder zum Friedenstiften aufgerufen werden. 
Beim 19. Hermannstraßenfest am vergangenen Wochenende konnten Gemeindemitglieder, Nachbarn und Besucher sich mit ihrer Unterschrift solidarisch erklären.

Mit einer Tasse Tee und Gebäck wurde eine Delegation aus der Hoffnungskirche nun von Kemal Kaba, Necat Delioglu und Ibrahim Petek in der Moschee an der Herforder Straße herzlich empfangen. Dabei wurden die Unterschriften mit einem Tuch in den Regenbogenfarben als Symbol universalen Friedens überreicht. Die Muslime luden die Gemeinde daraufhin ein, am kommenden Wochenende am Wohltätigkeitsbasar des Bildungs- und Kulturvereins e.V. Bielefeld Süleymaniye Camii teilzunehmen. Mit dem Erlös aus dem Basar sollen die Schäden an der Moschee behoben werden sollen.
Dies sei eine weitere gute Gelegenheit, das gute Miteinander zwischen Bielefeldern verschiedenen Glaubens und verschiedener Herkünfte zu vertiefen und zu feiern, wie Gemeindepastor Christoph Schuler findet: „Wer immer die Anschläge verübt hat, soll wissen, dass er damit nicht Hass, Angst und Ausgrenzung provoziert, sondern im Gegenteil Solidarität, Zusammenarbeit und freundschaftliche Kontakte hervorruft.“

Christoph Schuler

Hier ist der Text des Aufrufes nachzulesen.

 

vlnr: Ursula Götting, Aliena Schuler, Dr. Christiane Henkel (Gemeindeleiterin der Hoffnungskirche), Christoph Schuler (Pastor der Hoffnungskirche), Necat Delioglu (Stellv. Vorstand Yeni Camii Moschee) und Ibrahim Petek, (Vorbeter der Moschee). 

Foto: Jürgen Schultheiß

 

Wohltätigkeitsbasar